ASC
 
ASC
 

GESUNDHEITSSCHUTZ

Rückenschmerzen bei Pflegekräften

Wenn der Rücken zwickt

Anhand des CUELA-Systems wurde die Körperhaltung von Pflegekräften systematisch untersucht. CUELA steht für computergestütztes Erfassen und langfristiges Analysieren der muskuloskelettalen Belastungen. Die Pflegekräfte trugen gürtelartige Messgeräte am Oberkörper, mit denen sie sich frei bewegen konnten und mit denen jede ihrer Bewegungen registriert und aufgezeichnet wurden. Zusätzlich wurden sie bei ihrer Arbeit mit einer Videokamera gefilmt.

Die Ergebnisse zeigten, dass Pflegekräfte durchschnittlich bis zu zwei Stunden pro Schicht in gebeugter Haltung arbeiten. Erwartungsgemäß hängt die Belastung stark von der Arbeitsstelle und der Pflegebedürftigkeit der Patienten ab. Pflegekräfte in der Altenpflege arbeiten dabei zweimal so lange pro Schicht in gebeugter Haltung wie Krankenschwestern in Kliniken und sie beugen ihren Oberkörper um fast ein Drittel häufiger. Durchschnittlich 20 Prozent ihrer gesamten Arbeitszeit arbeiten Krankenschwestern in einer gebeugten Haltung – bei Pflegekräften in Pflegeheimen sind es 28 Prozent.

Die Untersuchung wurde in deutschen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vorgenommen. 27 Pflegekräfte aus vier Pflegeheimen und sieben Krankenhäusern wurden bei ihrer Arbeit begleitet. Insgesamt wurden 79 Schichten durch CUELA und per Videokamera aufgezeichnet und ausgewertet. Eine Publikation der Studie erfolgt demnächst in der Zeitschrift Annals of Occupational Hygiene. Eine vorläufige englischsprachige Online-Version finden Sie auf der Website des Oxford Journals.

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Albert Nienhaus
Leiter des Fachbereichs Gesundheitsschutz bei der
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Papellallee 35-37
22089 Hamburg
Telefon: 040-20207-3220
E-Mail: albert.nienhaus@bgw-online.de
www.bgw-online.de

Quelle: BGW

Kommentar hinzufügen

* = Pflichtfelder

Das Allerletzte

Werfen Sie einen kritischen Blick auf "Das Allerletzte" und wählen Sie das Gewinnerbild! Unter allen Teilnehmern verlosen wir einen Geldpreis in Höhe von 25 Euro.

weiterlesen

ANZEIGE

Claudia Hautumm / pixelio.de

Höhere Strafen und neue Verkehrsschilder

Falschparken hat sich oft gelohnt: Wer sein Auto auf einem kostenpflichtigen Parkplatz abstellte, ohne ein Parkticket zu lösen, ging ein kalkulierbares Risiko ein. Seit dem 1. April 2013 zieht diese Masche nicht mehr, denn mit der neuen StVO werden Verkehrsverstöße härter geahndet als früher. Auf diese Änderungen müssen sich Verkehrsteilnehmer einstellen.

weiterlesen

Besuchen Sie uns auf