Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit lädt Fachleute ein, über Sicherheit, Gesundheit und Ergonomie zu diskutieren. Der Internationale Kongress „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ findet parallel zur Messe statt. Die Schwerpunkte auf einen Blick.
- Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie
Bei der Eröffnung der A+A am 18. Oktober werden Vertreter der Politik und der Sozialpartner über die strategischen Ziele und den Umsetzungsstand der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) sowie über aktuelle Entwicklungen sprechen. Auch der Deutsche Arbeitsschutzpreis wird verliehen. Der Preis wird – wie die GDA – gemeinsam von Staat, Bund und Ländern sowie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung getragen.
Am zweiten Tag der A+A steht die Bilanz der ersten 5-Jahres- Periode der GDA im Zentrum der Kongressveranstaltung. Zudem sollen neue Schwerpunkte gelegt werden – etwa im Hinblick auf eine verbesserte Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes, die Stärkung der psychischen Gesundheit bei der Arbeit sowie die Verringerung von Muskel-Skelett-Belastungen. Dazu wird die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung ab 2013 die neue Großkampagne zu Muskel-Skelett- Erkrankungen durchführen.
- Betriebliche Gesundheitsförderung
Parallel zur Verabschiedung der modernen Arbeitsschutzgesetzgebung begann Mitte der 1990er Jahre in Deutschland die systematische Entwicklung der betrieblichen Gesundheitsförderung. Auf einer ganztägigen Kongressveranstaltung wird nach 15 Jahren gemeinsam mit der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung Bilanz für die Arbeitswelt gezogen.
- Ergonomie
In Kooperation mit der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA) und der europäischen Dachvereinigung der Ergonomie FEES wird im Rahmen der internationalen Reihe des A+A-Kongresses eine ganztägige Veranstaltung zur Maschinenergonomie durchgeführt. Ergonomie ist darüber hinaus auch Thema in eigenen Veranstaltungen zur Büroergonomie sowie zur präventiven Planung und Gestaltung körperlicher Belastungen.
- Demografie, Fachkräftemangel und Prävention
Länger arbeiten zu können, ist für viele stark belastende Arbeitsbereiche entscheidend abhängig von einer deutlichen Verbesserung der Qualität der Arbeit. In einer eigenen Kongressveranstaltung wird der Beitrag der Prävention zu diesem Thema an verschiedenen Beispielsbereichen diskutiert.
- Inklusion: neue wege für Prävention und Behinderung
Angestoßen durch die UN-Behindertenrechtskonvention und die dort vorgesehene Aktionsdekade werden in Deutschland erhebliche Anstrengungen für eine umfassende Verbesserung der Integration von Behinderungen gemacht. Anknüpfend an den nationalen Aktionsplan der Bundesregierung plant vor allem die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung umfassende Aktivitäten. Eine eigene Kongressveranstaltung beschäftigt sich mit den weitreichenden Konsequenzen für die Arbeitswelt und den Arbeitsschutz.
Weitere Themen zu spezifischen Gefährdungen und Belastungen sind Arbeitsumwelt, Maschinensicherheit, Persönliche Schutzausrüstungen, Brandschutz, Gesundheitsmanagement und psychische Gesundheit, Praxislösungen im Unternehmen und Angebote für Präventionsakteure.
Der Kongress findet vom 18. bis zum 21. Oktober im Kongresszentrum Düsseldorf statt.
Das Partnerland der A+A 2011 ist Polen: Dazu wird es eine gemeinsame Fachveranstaltung für den deutschen und polnischen Arbeitsschutz geben. Schwerpunkte sind PSA, die europäische Normung und Standardisierung sowie die Maschinensicherheit.
Quelle: Messe Düsseldorf/ak
Kommentar hinzufügen